Wann: Dienstag, 15. November 2022, 17 – 20 Uhr

Wo: Der Workshop wird online abgehalten. Dem Workshop folgt eine Online-Sprechstunde mit Praxistipps einige Wochen später.

Ob unter dem letzten Post zur kommenden Veranstaltung, in den Kommentaren unter dem aktuellen Instagram-Live Gespräch oder dem Twitter-Thread zu aktuellen lokalen Debatten: In den Sozialen Medien werden gesellschaftliche Debatten immer wieder zum Anlass genommen, um rechtsextreme und menschenfeindliche Narrative zu verbreiten und Menschen anzugreifen. Rechtsextreme Gruppen und Verschwörungsideolog*innen nutzen die Öffentlichkeit sozialer Netzwerke geschickt, um menschenfeindliche Ideologien zu verbreiten und auch in der Kommentarspalte gezielt Menschen anzugreifen. Gleichzeitig ziehen sich immer wieder progressive Stimmen zurück, aus Angst vor Drohungen und Hass.

Hate Speech bringt Kommunikationsverantwortliche in ein Dilemma: Eigentlich möchten wir den Urheber*innen menschenverachtender Botschaften keine zusätzliche Aufmerksamkeit bescheren. Aber Hassrede zu ignorieren heißt auch, die Betroffenen alleine zu lassen.

 

Im Workshop behandeln wir folgende Fragen:

–          Auf welche Kommentare sollte ich überhaupt reagieren, auf welche besser nicht?

–          Wie gelingt es, engagierte User*innen zu stärken und Räume für konstruktive und plurale Debatten zu eröffnen?

–          Wie können wir unsere Ressourcen schonen und trotzdem rechtsextremen Narrativen etwas entgegensetzen?

 

Alina Darmstadt hat Bildende Kunst und Philosophie an der Goethe Universität Frankfurt am Main studiert. Seit 2017 arbeitet sie für die Amadeu Antonio Stiftung. In Workshops und Vorträgen vermittelt sie Strategien für eine digitale Zivilgesellschaft, die konsequent Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus entgegentritt – auch und vor allem in sozialen Netzwerken.

Katrin Einert hat Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie studiert, viele Jahre in der Forschung zum Thema Erinnerungskultur gearbeitet und dazu Vorträge, Fortbildungen und Workshops gehalten. Sie ist Mediatorin und freie Mitarbeiterin für die Amadeu Antonio Stiftung

 

Der Workshop richtet sich in erster Linie an die Vertreter*innen unserer Kulturproduktionen. Bei Interesse wendet euch mit einer Email an Frauke Wetzel.