was wir wollen

gegen ein Ende der Geschichte

Mit Ende des Kalten Krieges sprach Francis Fukuyama vom „Ende der Geschichte“ und meinte, dass es keinen weiteren Fortschritt in der Entwicklung grundlegender Prinzipien und Institutionen mehr geben würde, da alle wirklich großen Fragen endgültig geklärt wären. Die aktuelle weltpolitische Lage beweist das Gegenteil: Geschichte wiederholt sich, immer wieder.

Aktuell dominiert die Geschichte vom „Kampf der Kulturen“. Die Antworten auf die aktuellen Fragen werden in der Vergangenheit gesucht, in der Rückbesinnung auf alte Werte und Gruppenzugehörigkeiten, in der Abschottung nach außen, in der negativen Rahmung aktueller Entwicklungen als Krise, Sicherheitsrisiko, Verlust von Identität und Heimat. Diskussionen drehen sich im Kreis, werden zu Abwärtsspiralen, äußern sich in Wut, Hoffnungslosigkeit und Gewalt.

Was nun? Welche Erzählungen eröffnen alternative Blickwinkel, skizzieren Utopien, geben Orientierung?