Kategorie: die ostdeutschen als avantgarde

die ostdeutschen als avantgarde

die ostdeutschen als avantgarde

Ein Spaziergang zur Nachwendezeit mit Texten, audiovisuellen Quellen sowie interaktiven und performativen Elementen

Es gab eine Zeit, da galten „die Ostdeutschen“ als Avantgarde; sie schienen den Verhältnissen vorauszueilen: Sie hatten die Brüche und Sinnkrisen durchlaufen, die anderen noch bevorstünden. Und dieser Gedanke hatte etwas Utopisches. Die Ostdeutschen seien frei geworden von der Einförmigkeit und dem Mühsal der Arbeitsgesellschaft und offen für große Experimente, ja, den hoffnungsvollen Aufbruch ins Ungewisse. Diese Gedanken wurden vom Autor Wolfgang Engler vor mittlerweile 16 Jahren formuliert. Der Spaziergang begibt sich auf eine performative Spurensuche: Ausgehend von den Utopien der Wendezeit und den neu erwachten „Avantgarde“-Hoffnungen im Anschluss an die tiefe Nachwendekrise sollen mit den Teilnehmerinnen die wechselvollen Narrative rekonstruiert werden. Dabei wird folgenden Fragen nachgespürt:

Wer sind eigentlich „die Ostdeutschen“? Wie könnte ein solches kollektives Bewusstsein aussehen? Sind „die Ostdeutschen“ bereit für die Rolle der Avantgarde? Bleiben die ostdeutsche Verzweiflung, der Unmut und der Hass, der sich dieser Tage zeigt, ein dunkler, apokalyptischer Zustand oder können sie doch in eine „positive“ Avantgarde-Position einfließen?

Konzept und Ausführung: Katja Manz und Dominik Intelmann


In Kooperation mit dem Förderverein der Theater Chemnitz. Gefördert von neue unent_deckte narrative und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.